Regelungen – Briefe und Sendungen in die USA

Die wichtigsten Regelungen für Briefe und Sendungen in die USA  

Heute ist es keine Besonderheit mehr, über den ganzen Erdball verteilt Verwandte und Bekannte, Freunde sowie Geschäftspartner zu haben. Dank Telefon, Computer und Internet kann die Kommunikation auch schnell und recht kostengünstig erfolgen.

Manchmal kann das Telefonat oder die E-Mail einen echten Brief oder sogar ein Paket aber nicht ersetzen. Dies ist zum einen dann der Fall, wenn beispielsweise Warenproben oder wichtige Dokumente und Geschäftsunterlagen verschickt werden sollen. 

Zum anderen gibt es immer wieder besondere Anlässe, zu denen Grüße in traditioneller Form und Geschenke verschickt werden, sei es nun ein Geburtstag, die Hochzeit, die Geburt eines Kindes oder auch Weihnachten. Nun stellt sich aber die Frage, worauf es zu achten gilt, wenn internationale Postsendungen verschickt werden sollen und der Bestimmungsort der Sendungen in den USA liegt.

Vorab sei gesagt, dass es grundsätzlich nicht allzu kompliziert ist, Briefe und Pakete in die USA zu schicken. Allerdings müssen neben den formalen Kriterien auch die Einfuhr- und die Zollbestimmungen berücksichtigt werden. Hier die wichtigsten Regelungen für Briefe und Sendungen in die USA auf einen Blick. 

 

Die formalen Kriterien

Zunächst einmal ist wichtig, dass die Sendung richtig adressiert ist. Das bedeutet, die Adresse des Empfängers muss vollständig, korrekt und gut lesbar angegeben sein, wobei hierzu auch die Abkürzung für den Bundesstaat sowie das Länderkürzel USA gehören.

 

Die Adresse für Sendungen in die USA setzt sich folgendermaßen zusammen:

Inhalt   Beispiel
Vor- und Nachname Neben dem Namen des Empfängers kann in dieser Zeile auch die Anrede stehen. Dabei wird die Anrede in den USA ohne Punkt geschrieben. Mrs Lisa MillerMr Michael Miller
Position, Abteilung, Firma Handelt es sich um geschäftliche Post, steht in der 2. Zeile die Position des Empfängers, in der 3. Zeile die Abteilung und in der 4. Zeile der Name des Unternehmens. ManagerMarketing DepartmentMiller Ltd.
Postfach oder Hausnummer, Straße und Zusatz Bei einer Postfach-Adresse steht in dieser Zeile P.O. Box sowie die Nummer. Ansonsten wird erst die Hausnummer und danach die Straße angegeben. Wohnt der Empfänger in einem größeren Gebäudekomplex, wird außerdem in dieser Zeile nach der Straße auch die Nummer der Wohnung angegeben. P.O. Box 12312 West 10th Str., Suite 123
Stadt, Kürzel des Bundesstaates und PLZ Zunächst wird der Name der Stadt angegeben. Danach folgen ein Komma, die beiden Großbuchstaben als Kürzel des Bundesstaates und nach einem Leerzeichen dann die PLZ. New York, NY 10022
Länderkürzel In der letzten Zeile steht das Länderkürzel USA. USA

  

Briefe in die USA verschicken

Beim Versand von Briefen in die USA gibt es eigentlich keine großen Unterschiede zum Versand von Briefen innerhalb Deutschlands. Auf dem Briefumschlag muss die Empfängeradresse angegeben sein, links oben außerdem die vollständige Absenderadresse inklusive Länderangabe in englischer Sprache. Die Kosten für einen Brief belaufen sich derzeit auf etwa 2 Euro.

Per Luftpost erreicht der Brief in drei bis fünf Tagen sein Ziel, der Versand auf dem Land- und Schiffsweg dauert etwa einen Monat.


Päckchen und Pakete in die USA verschicken

Etwas komplizierter wird es, wenn Briefe mit Wareninhalt, Päckchen oder Pakete in die USA geschickt werden sollen. Neben den formalen Kriterien müssen hier nämlich auch die Einfuhr- und die Zollbestimmungen berücksichtigt werden. Es gibt eine Reihe von Gegenständen, die nicht in die USA geschickt und eingeführt werden dürfen.

Hierzu gehören beispielsweise Rausch- und Betäubungsmittel, Plagiate, Waffen, Tabak oder bestimmte Lebensmittel, wobei kommerzielle Sendungen grundsätzlich bei der U.S. Food and Drug Administration, kurz FDA, angemeldet werden müssen. Da sich die Vorschriften in den USA aber jederzeit ändern können, ist es grundsätzlich sinnvoll, sich vorab bei den US-Behörden oder bei der jeweiligen Versandagentur darüber zu informieren, was aktuell verschickt werden darf und was nicht.Neben den Einfuhrbestimmungen spielen auch die Zollbestimmungen eine Rolle. Maßgeblich hierbei ist der Wert des Inhalts.

Sofern es sich nicht um eine Sendung handelt, die der Empfänger ausdrücklich bestellt hat, werden Päckchen und Pakete meist als Geschenk deklariert. Bis auf wenige Ausnahmen sind Geschenke bis zu einem Wert von 25 Dollar pro Person und Tag zollfrei. Liegt der Wert höher, erhebt der Zoll entsprechende Gebühren.

Die Zollinhaltserklärung muss aber immer ausgefüllt werden und darin müssen alle Gegenstände mit ihrem Wert aufgeführt sein. Auch hier ist es aber sinnvoll, sich vorab beim US-Konsulat, dem US-Zollamt oder dem beauftragten Versandunternehmen über die aktuell geltenden Regelungen zu informieren.

Weiterführende Vorlagen, Briefmuster und Ratgeber:

 

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