Briefe ordentlich falten – so geht’s

Briefe ordentlich falten – so geht’s

Ist ein Brief fertig, muss er gefaltet werden, damit er in den Briefumschlag gesteckt und verschickt werden kann. Dabei kommt es aber nicht nur darauf an, dass das Schreiben überhaupt irgendwie in das Kuvert passt.

Vielmehr soll der Brief ordentlich gefaltet sein. Denn zahlreiche Falzkanten, diverse Knicke oder ungewollte Eselsohren sehen nicht sehr ansprechend aus.

Hat der Briefumschlag ein Sichtfenster, muss der Brief außerdem so gefaltet sein, dass sich die Anschrift exakt in diesem Sichtfenster befindet. Und wenn der Empfänger den Briefumschlag öffnet, soll der Brief keinen Schaden nehmen. Also kommt es neben dem passenden Briefumschlag auch auf die richtige Falttechnik an.

 

Die gängigsten Formate für Briefumschläge

Sowohl Briefpapier als auch Briefumschläge gibt es in vielen verschiedenen Formaten. Was das Papier angeht, wird aber in den meisten Fällen das Format DIN A4 verwendet. Das liegt schlichtweg daran, dass herkömmliche Drucker für dieses Papierformat ausgelegt sind.

Und weil heutzutage der Großteil aller Schriftstücke am Computer geschrieben wird, werden die Schreiben entsprechend auf Papier im Format DIN A4 ausgedruckt.

Bei den Briefumschlägen ist die Auswahl etwas größer. Je nachdem, wie viele Blätter das Schreiben umfasst, kommt eine Versandtasche oder ein Briefumschlag im Format C5, C6 oder DIN lang in Frage. Bei einer Versandtasche stellt sich die Frage nach dem Falten nicht. Denn eine Versandtasche ist so groß, dass Blätter im Format DIN A4 im Ganzen hineingesteckt werden können.

Ein Umschlag im Format C5 ist 162 x 229 mm groß. Damit ist er gut halb so groß wie ein Blatt im Format DIN A4. Damit das Briefpapier in den Umschlag passt, muss es folglich nur einmal auf die Hälfte zusammengeklappt werden.

Anders sieht es bei den kleineren Briefumschlägen aus. Denn hier muss das Papier mehrfach gefaltet werden.

 

Schreiben für Briefumschläge im Format C6 falten

Ein Briefumschlag im Format C6 ist 114 x 162 mm groß. Für Geschäftsbriefe und offizielle Schreiben wird dieses Format eher selten verwendet. Im privaten Briefverkehr kommen Briefumschläge in dieser Größe aber recht oft vor.

Damit Papier im Format DIN A4 in den Umschlag passt, wird es im sogenannten Kreuzfalz gefaltet. Dafür wird das Papier erst einmal waagerecht gefaltet und danach einmal der Länge nach zusammengeklappt.

[Falten 1]

Briefe falten

Ein ähnliches Format haben Briefumschläge im Format B6. Sie sehen genauso aus wie C6-Umschläge, sind aber etwas größer. Damit eignen sich Umschläge im Format B6 gut, wenn das Schreiben mehrere Blätter umfasst. Die Falttechnik bleibt gleich. Auch hier wird das Papier also zweimal gefaltet, nämlich einmal quer und einmal längs.

 

Schreiben für Briefumschläge im Format DIN lang falten

Ein Briefumschlag im Format DIN lang ist 110 x 220 mm groß. In Büros ist dieses Format Standard. Dabei gibt es den Briefumschlag mit und ohne Sichtfenster. Damit ein Blatt Papier im Format DIN A4 in den Umschlag passt, muss es zweimal waagerecht gefaltet werden. Dadurch ist das Blatt gedrittelt.

Für die Faltung selbst gibt es zwei Möglichkeiten, nämlich den Zick-Zack-Falz und den Wickelfalz. In beiden Fällen wird das Papier durch zwei waagerechte Faltungen in drei gleichgroße Teile gefaltet. Während die Papierlagen beim Zick-Zack-Falz hintereinander liegen und wie ein Z aussehen, werden die Papierlagen beim Wickelfalz aber ineinander geklappt.

[Falten 2]

Briefpapier falten

Welche Faltung es am Ende wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Im geschäftlichen Briefverkehr ist der Zick-Zack-Falz aber die gängigere Variante.

 

Briefe ordentlich falten – so geht’s

Es ist mitunter gar nicht so einfach, ein Blatt Papier in drei gleichgroße Teile zu falten. Zumal die Empfängeradresse ja auch noch gut lesbar positioniert sein muss, wenn der Briefumschlag ein Sichtfenster hat.

Wer es sich einfach machen möchte, setzt bereits in seinem Textdokument sogenannte Falzmarken. Das sind kleine Striche am Blattrand, die markieren, wo das Papier gefaltet werden muss. Eine andere Möglichkeit ist, das Papier frei Hand zu falten. Dafür wird das Blatt in die Hand genommen, zu einer Welle geformt, ausgerichtet und glatt gestrichen. Daneben ist natürlich möglich, ein anderes Schreiben als Muster zu verwenden. Wer es ganz akkurat machen möchte, geht so vor:

  • Als Hilfsmittel kommen ein Bleistift und ein Lineal zum Einsatz.
  • Nun wird der Brief mit der Rückseite nach oben hingelegt.
  • Dann werden am linken Blattrand mit dem Bleistift zwei kleine Markierungspunkte aufgezeichnet, und zwar einmal bei 99 mm und einmal bei 198 mm. Gemessen wird dabei vom unteren Blattrand aus.
  • Jetzt wird der untere Blattrand zu zwei Dritteln nach oben gefaltet. Die Faltkante verläuft damit auf der Höhe des oberen Markierungspunktes. Wichtig beim Falten ist, darauf zu achten, dass die Seitenkanten des Blattes exakt aufeinanderliegen. Dadurch ist sichergestellt, dass der Falz gerade verläuft. Wer unsicher ist, kann die Markierungspunkte natürlich auch am rechten Blattrand einzeichnen. Unbedingt notwendig ist das aber nicht. Denn wenn die Seitenkanten übereinstimmen, ist die Faltkante gerade.
  • Nun wird der obere Blattrand nach unten zurückgefaltet. Der untere Bleistiftpunkt dient dabei als Orientierungshilfe.
  • Zum Schluss muss der Brief nur noch umgedreht werden. Und schon ist das Papier sauber und ordentlich gefaltet.

Und hier das Ganze noch einmal als Grafik:

[Falten 3]

Briefvorlage

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