Infos und Tipps zum Versicherungscheck

Infos und Tipps zum Versicherungscheck

Haftpflicht, Auto, Hausrat, Rechtsschutz: Mitunter ist es gar nicht so einfach, den Überblick über die bestehenden Versicherungen zu wahren. Doch wer die einmal abgeschlossenen Verträge über Jahre hinweg einfach weiterlaufen lässt, riskiert, dass er irgendwann unter- oder überversichert ist. Denn so wie sich die Lebenssituation verändert, ändert sich auch der Versicherungsbedarf.

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Infos und Tipps zum Versicherungscheck

Ein regelmäßiger Versicherungscheck macht durchaus Sinn. Zumal der Versicherungsnehmer auf diese Weise auch bares Geld sparen kann. Doch worauf gilt es zu achten? Wir haben Infos und Tipps rund um den Versicherungscheck zusammengestellt!:

Warum ist ein regelmäßiger Versicherungscheck sinnvoll?

Es gibt mehrere Gründe, die dafür sprechen, die laufenden Versicherungsverträge und den vorhandenen Versicherungsschutz zu überprüfen.

Ein wesentlicher Punkt in diesem Zusammenhang ist die persönliche Lebenssituation. Vielleicht ist der Versicherungsnehmer mit seinem Partner oder seiner Partnerin zusammengezogen oder hat geheiratet.

Möglicherweise hat er Nachwuchs bekommen. Andersherum gab es eventuell eine Trennung, die Scheidung oder die inzwischen erwachsenen Kinder sind ausgezogen. All das verändert auch den Bedarf an Versicherungen.

Daneben kann sich die berufliche Situation auf die notwendige Absicherung auswirken. Hat der Versicherungsnehmer den Arbeitgeber gewechselt, wurde er befördert oder hat er sich selbstständig gemacht, braucht er womöglich andere Versicherungen.

Auch der Kauf oder Bau eines Eigenheims, eine umfangreichere Renovierung oder die Anschaffung von wertvollen Einrichtungsgegenständen kann den notwendigen Versicherungsumfang erhöhen.

Und nicht zuletzt geht es ums Geld. Die Konkurrenz auf dem Versicherungsmarkt ist groß und die Versicherer werben um neue Kunden. Wechselt der Versicherungsnehmer den Anbieter, kann er einen vergleichbaren Tarif deshalb oft günstiger bekommen. Außerdem kann er Versicherungen, die er nicht mehr braucht, kündigen und dieses Geld so komplett sparen.

Welches sind die wichtigsten Versicherungen?

Es gibt zwei Versicherungen, die fast jeder braucht. Das sind zum einen die Kfz-Haftpflichtversicherung und zum anderen die private Haftpflichtversicherung.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung dafür, dass ein Auto am Verkehr teilnehmen kann. Ohne die Versicherung darf ein Fahrzeug auf öffentlichen Straßen nicht bewegt werden.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die der Versicherungsnehmer anderen Verkehrsteilnehmern mit seinem Auto zufügt.

Ob es sich lohnt, den Versicherungsumfang durch eine freiwillige Kasko-Versicherung zu erweitern, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wohnt der Versicherungsnehmer recht ländlich, kann eine Teilkaskoversicherung sinnvoll sein. Sie übernimmt nämlich die Schäden, die bei Zusammenstößen mit Tieren entstehen.

Die Vollkaskoversicherung wiederum deckt auch Schäden am eigenen Fahrzeug ab. Sie ist eine Überlegung wert, wenn der Versicherungsnehmer ein neues oder sehr teures Auto fährt.

Anders als die Kfz-Haftpflichtversicherung ist die Privathaftpflicht zwar eine freiwillige Versicherung. Sie ist aber deshalb so wichtig, weil ein verschuldeter Schaden die wirtschaftliche Existenz ernsthaft bedrohen kann. Die private Haftpflicht springt bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden ein, die der Versicherungsnehmer gegenüber Dritten verursacht hat.

Die Versicherung kann als Familienversicherung abgeschlossen werden. Dann sind alle Personen, die in der häuslichen Gemeinschaft leben, mit abgesichert. Neben dem Versicherungsnehmer werden das meist sein Partner und die Kinder sein.

Der Versicherungsschutz der Eltern bleibt bestehen, solange die Kinder eine Ausbildung absolvieren oder studieren. Das gilt auch dann, wenn die Kinder schon volljährig sind. Wird der Nachwuchs berufstätig, braucht er aber eine eigene Haftpflichtversicherung.

Welche Versicherungen sind außerdem ratsam?

Neben den beiden Haftpflichtversicherungen gibt es noch einige andere Versicherungen, die gut und wichtig sein können. Maßgeblich sind dabei immer die Lebensumstände. Aus ihnen ergibt sich die notwendige Absicherung.

Arbeitskraft und Gesundheit

Wer jung, gesund und fit ist, denkt nur ungern daran, was wäre, wenn er wegen einer Erkrankung oder nach einem Unfall nicht mehr arbeiten könnte. Doch spätestens mit der Gründung einer Familie sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung zum Thema werden.

Verliert der Versicherungsnehmer seine Arbeitskraft, federt die Versicherung den Verlust des Arbeitseinkommens ab. Ist bereits eine Versicherung vorhanden, sollte der Versicherungsnehmer beim regelmäßigen Versicherungscheck prüfen, ob die Versicherungssumme und die laufenden Ausgaben noch zusammenpassen. Falls nicht, kann er die versicherte Summe erhöhen.

Als Arbeitnehmer muss der Versicherungsnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung werden. Erst wenn sein Jahreseinkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigt, kann er in eine private Krankenversicherung wechseln. Selbstständige und Beamte können sich immer für eine private Krankenkasse entscheiden.

Allerdings sollte der Versicherungsnehmer gut abwägen. Eine kostenfreie Familienversicherung gibt es bei privaten Krankenkassen nämlich nicht und mit zunehmendem Alter wird die Versicherung teurer. Ein Wechsel zurück in eine gesetzliche Krankenkasse ist nicht ohne Weiteres möglich.

Vor allem für junge Familien kann eine Risikolebensversicherung sinnvoll sein. Sie ist schon für ein paar Euro im Monat zu haben und sichert die Hinterbliebenen im Todesfall ab. Zwar spart der Versicherungsnehmer nichts an.

Denn die Risikolebensversicherung erbringt nur im Todesfall eine Leistung. Aber durch die Versicherungssumme sind die Angehörigen zumindest finanziell geschützt, wenn dem Versicherungsnehmer etwas zustößt.

Wohnen

Ist der Versicherungsnehmer kürzlich umgezogen, muss eine bestehende Hausratversicherung an das neue Zuhause angepasst werden. Dazu muss der Versicherungsnehmer seinem Versicherer den Wohnort und die Wohnfläche mitteilen.

Auch über teure Möbel, Elektrogeräte und andere Einrichtungsgegenstände, die neu angeschafft wurden, sollte der Versicherer informiert werden. Schließlich nutzt die Police nichts, wenn die Versicherungssumme im Schadensfall nicht ausreicht.

Wer unter die Eigenheimbesitzer gegangen ist, sollte eine Wohngebäudeversicherung abschließen und den Vertrag regelmäßig prüfen. Wurden umfangreichere Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, die den Wert der Immobilie erhöhen? Wie sieht der Schutz bei Elementarschäden aus? Ist die Photovoltaikanlage erfasst?

Freizeit

Hat die Familie vierbeinigen Zuwachs bekommen, ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung sinnvoll. Für Hunde ist sie in einigen Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben. Schließlich kann ein Hund, der ausbüchst und auf die Straße läuft, großen Schaden anrichten, für den sein Herrchen haftet.

Zieht es den Versicherungsnehmer öfter ins Ausland, kann eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll sein.

Denn der Schutz der deutschen Krankenversicherung greift nicht überall und selbst innerhalb Europas muss der Versicherte mitunter einen Teil der Kosten selbst übernehmen. Eine Auslandskrankenversicherung schließt die Lücke.

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Benjamin Naue, - Jurist, Sabine Scheuer, - Rechtsberaterin, David Wichewski, - Anwalt, sowie Ferya Gülcan, Unternehmerin, Gründerin, Vertragserfahren in B2B & B2C, Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber für Verbraucher zum Thema Recht, Schriftverkehr und Kommunikation. Die Inhalte des Informationsangebots stellen keine Rechtsberatung dar - somit ersetzen die Inhalte auch keine rechtliche Beratung.

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