Welches Schreibgerät wofür – ein Ratgeber, 3. Teil

Welches Schreibgerät wofür – ein Ratgeber, 3. Teil

Ob zum Schreiben, zum Markieren, zum Beschriften, zum Skizzieren oder zum Malen und Zeichnen: Für jede Anwendung gibt es verschiedene Stifte und Schreibgeräte.

Bei der großen Auswahl ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu bewahren und den Stift auszuwählen, der am besten geeignet ist.

Textmarker und Permanentmarker

In einem ausführlichen Ratgeber geben wir deshalb Infos und Tipps, welches Schreibgerät wofür gedacht ist und was die jeweiligen Stifte auszeichnet. Dabei haben wir in den beiden ersten Teilen mit dem Füller, dem Kugelschreiber, dem Tintenroller, dem Fineliner, dem Gelschreiber und dem Bleistift typische Stifte für den alltäglichen Gebrauch unter die Lupe genommen.

Nun, im 3. Teil, nehmen wir uns Schreibgeräte für spezielle Anwendungen und besondere Oberflächen vor:

 

Der Permanentmarker

Permanentmarker sind wasserfeste Stifte, die auf fast allen Oberflächen angewendet werden können. Dabei gibt es die Markierstifte in zwei Ausführungen:

  • Flüssigmarker sind mit einer farbigen Flüssigkeit befüllt. Bei dieser Flüssigkeit handelt es sich entweder um eine Tinte oder einen Lack. Dementsprechend heißen die Stifte dann auch Tintenmarker oder Lackmarker.
  • Trockenmarker haben eine Spezialmine auf Wachsbasis. Sie eignen sich besonders gut, wenn dunkle Oberflächen in hellen Farben beschriftet werden sollen.

Neben der Befüllung unterscheiden sich Permanentmarker auch durch die Spitze. Denn die Schreibgeräte sind sowohl mit einer Rundspitze als auch mit einer Keilspitze erhältlich. Permanentmarker mit Rundspitze werden meist zum Schreiben verwendet.

Die runde Spitze sorgt für einen gleichmäßigen Strich, unabhängig davon, wie der Stift gehalten wird. Im Unterschied dazu läuft eine Keilspitze keilförmig zu. Dadurch hat die Spitze eine schmale und eine breite Seite. Je nach Haltung des Stifts lassen sich so dünne oder breite Linien ziehen. Permanentmarker mit Keilspitze werden deshalb vor allem beim Zeichnen genutzt.

Was die Strichstärke angeht, ist die Auswahl groß. Ein Faktor dabei ist die Spitzenform. Für sehr feine Linien beispielsweise sind Permanentmarker mit einer dünnen Rundspitze erhältlich. Hier liegt die Strichstärke dann bei 0,4 Millimetern. Andersherum gibt es Marker, die durch ihre extrabreite Keilspitze 16 Millimeter breite Linien ermöglichen.

 

Die Anwendungsbereiche vom Permanentmarker

Permanentmarker werden verwendet, um CDs, Folien und andere Büromaterialien dauerhaft zu beschriften. Außerdem sind sie eine gute Wahl, wenn Oberflächen wie Kunststoff, Glas, Metall, Holz, Leder, Stein, Keramik oder Gummi beschriftet, markiert oder bemalt werden sollen. Denn Permanentmarker haften auf praktisch allen Untergründen und Materialien.

 

Die Vor- und Nachteile vom Permanentmarker

Permanentmarker sind Allrounder. Ihre besonderen Pluspunkte sind folgende:

  • Permanentmarker können universell auf praktisch allen Oberflächen angewendet werden.
  • Die Beschriftung ist wasser- und wischfest.
  • Einige Permanentmarker können nachgefüllt werden.

Allerdings gibt es auch Nachteile:

  • Wie der Name schon andeutet, sind Permanentmarker zur dauerhaften Beschriftung gedacht. Deshalb ist es nicht möglich, die Beschriftungen zu korrigieren oder zu entfernen.
  • Offen sind die meisten Permanentmarker nicht lagerfähig. Werden sie nach dem Gebrauch nicht richtig verschlossen, trocknen sie recht schnell aus.

Der Textmarker

Ob im Büro, im heimischen Arbeitszimmer oder in der Schule: Textmarker sind vielerorts im Einsatz. Bei diesen Schreibgeräten handelt es sich um spezielle Markierstifte, die verwendet werden, um Textpassagen hervorzuheben. Die kräftig leuchtenden Neonfarben sorgen dafür, dass die Markierungen sofort ins Auge fallen.

Textmarker sind mit einer Keilspitze ausgestattet, die in unterschiedlichen Breiten erhältlich ist. Je nach Stifthaltung und Breite der Spitze können dadurch sehr feine Linien gezogen, aber auch ganze Textzeilen mit nur einem Strich betont werden. Dabei gibt es Textmarker in zwei Ausführungen:

  • Flüssigtextmarker sind mit einer leuchtstarken Spezial-Tinte befüllt. Sie sorgen für besonders auffällige Markierungen.
  • Trockentextmarker stehen aus wie normale Buntstifte, haben aber eine weiche und fluoreszierende Mine. Dadurch sorgen auch sie für kräftige Markierungen. Bei dünnem Papier sind sie die bessere Wahl, denn anders als die Tinte drückt sich die Farbe hier nicht durch.

Der Folienstift

Bei Folienstiften ist der Name Programm. Denn Folienstifte sind Stifte, die speziell zum Markieren, Beschriften und Bemalen von Folien gedacht sind. In erster Linie werden mit den Stiften Folien für Präsentationen mit dem Overhead-Projektor gestaltet. Aber die Schreibgeräte können auch auf anderen glatten Oberflächen verwendet werden.

Befüllt sind Folienstifte mit einer Spezial-Tinte. Und diese Tinte gibt es als wasserfest (permanent) und als wasserlöslich (non-permanent). Folienstifte mit wasserlöslicher Tinte sind die richtige Wahl, wenn die Folien mehrfach verwendet werden sollen. Denn nach dem Gebrauch können die Folien unter fließendem Wasser abgespült werden. Dadurch verschwindet dann auch die Beschriftung.

Dauerhafte Aufzeichnungen hingegen werden mit wasserfesten Folienstiften umgesetzt. Hier lässt sich die Tinte mit Wasser nicht mehr entfernen. Allerdings sind einige Folienstifte mit einem Spezialradierer ausgestattet. Dieser Radierer entfernt die Farbe. Dadurch können Schreibfehler korrigiert und die Folien neu beschriftet werden.

Folienstifte haben eine Rundspitze. Unabhängig von der Stifthaltung sorgt die runde Spitze für gleichmäßig starke Linien. Dabei gibt es Folienstifte, je nach Einssatzzeck und Schriftgröße, mit verschiedenen Strichstärken. Je nach Hersteller können die Angaben zwar leicht voneinander abweichen.

Grundsätzlich sind die Stifte aber in folgenden Ausführungen erhältlich:

 

Kürzel Bedeutung Strichstärke
S sehr fein 0,4 Millimeter
F fein 0,6 bis 0,7 Millimeter
M mittel 1 Millimeter
B breit bis 2,5 Millimeter

 

Der CD-Marker

CD-Marker werden verwendet, um CDs, DVDs und vergleichbare Speichermedien zu beschriften. Dabei ähneln die Marker vom Aussehen und von der Handhabung her den Folienstiften.

Der große Unterschied besteht aber darin, dass die Tinte von CD-Markern auf Wasserbasis hergestellt ist. Die aggressivere Tinte von Folienstiften könnte die Oberfläche des Datenträgers verätzen oder anderweitig beschädigen. Deshalb sind CD-Marker bei der Beschriftung von Rohlingen die sicherere Wahl.

 

Der Flipchart- und der Whiteboard-Marker

Diese Stifte sind für das Beschriften und Bemalen von Tafeln gedacht. Dabei gibt es die Marker speziell für Flipcharts, eigens für Whiteboards oder als Stifte für beide Tafelarten. Der wesentliche Unterschied zwischen den verschiedenen Marker-Typen besteht darin, ob die Tinte abwaschbar ist:

  • Flipchart-Marker sind für die Verwendung auf Flipcharts konzipiert. Da bei Flipcharts auf Papier geschrieben wird, sind die Marker mit einer Tinte befüllt, die weder durch das Papier durchscheint noch weitere Blätter einfärbt. Wie auf Papier üblich, kann die Tinte aber nicht abgewaschen werden.
  • Whiteboard-Marker trocknen sehr schnell. Dadurch kann zügig weitergearbeitet werden, ohne dass die Gefahr besteht, die Schrift auf der Tafel versehentlich zu verwischen. Doch obwohl die Tinte wischfest trocknet, kann sie mit einem trockenen Tuch ganz einfach wieder weggewischt werden. Whiteboard-Marker können grundsätzlich auch auf Flipcharts genutzt werden. Allerdings kann es passieren, dass die Tinte durch das Papier durchscheint.
  • Flipchart- und Whiteboard-Marker sind für beide Tafelarten geeignet. Sie sind mit einer abwaschbaren Tinte befüllt, die schnell trocknet und nach dem Trocknen wischfest ist. Auf einem Whiteboard kann die Beschriftung dadurch mit einem trockenen Tuch entfernt werden. Auf einem Flipchart hingegen stellt die Tinte sicher, dass es keine ungewollten Spuren auf der Blattrückseite oder anderen Blättern gibt.

Die Standardfarben für die Marker sind Schwarz, Blau, Grün und Rot. Inzwischen gibt es die Stifte aber auch in vielen weiteren Farben. Zudem sind sie mit Rundspitzen und mit Keilspitzen erhältlich. Die Strichstärken bewegen sich in einem Bereich zwischen 1,5 und 12 Millimetern.

Je nachdem, ob eher dünne Linien oder dicke Striche gefragt sind und ob eher geschrieben oder gemalt werden soll, lassen sich also passende Marker auswählen. Beim Kauf ist außerdem ratsam, auf nachfüllbare Stifte zu achten. Sie sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, können dafür aber kostengünstig mit Nachfülltinte befüllt werden. Auf Dauer schont das den Geldbeutel und die Umwelt.

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Veröffentlicht von

Redaktion

Benjamin Naue, 48 Jahre, Jurist, Sabine Scheuer, 41 Jahre, Rechtsberaterin, David Wichewski, 37 Jahre ,Anwalt schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber für Verbraucher zum Thema Recht, Schriftverkehr und Kommunikation.

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